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Foto: schach-chroniken.net

Das Königsgambit

 

 

Das Königsgambit entsteht nach den Zügen: 1. e4 e5 2. f4 Königsspringergambit

 

1. e4 e5 2. f4 exf4 3. Sf3 Dies ist die Ausgangsstellung des Königsspringergambits. Der Springerzug entwickelt eine Leichtfigur des Königsflügels und verhindert das Damenschach auf h4. Nun gibt es verschiedene Fortsetzungen. Der am meisten gespielte Zug ist 3. ... g5. 3. ... g5 Die Idee hinter g5 ist, dass Schwarz versucht, den Springer auf f3 mittels g5-g4 zu vertreiben, um dann eventuell mit der Dame auf h4 Schach zu geben.

 

3. ... Le7 leitet ins Cunningham-Gambit ein. Schwarz macht diesen Entwicklungszug und lässt sich die Option offen, den Läufer später nach h4 zu ziehen, um dort die weiße Rochade zu verhindern. Eine sehr gefährliche Fortsetzung ist das "Drei-Bauern-Gambit": 4. Lc4 Lh4+ 5. g3 (5. Kf1 Der König kann auch nach f1 gehen. Dort steht er sehr sicher. Der schwarze Läufer steht nicht opftimal und behindert die schwarze Entwicklung.

 

5. ... Sf6 6. Sxh4) 5. ... fxg3 6. O-O gxh2+ 7. Kh1 Weiß hat nun 3 Bauern weniger, hat aber mächtigen Entwicklungsvorsprung und macht enorm Druck auf den schwachen Punkt f7. Schwarz sollte sich nicht auf diese Abwicklungen einlassen. Mit einem Läuferopfer auf f7 muss immergerechnet werden. 3. ... Sf6 leitet in die Schallopp-Verteidigung ein. 4. e5 Sh5 Der Springer auf h5 deckt zuverlässig den Bauer f4 und steht auch auch sicher auf dem Feld. 3. ... d5 4. exd5 Sf6 5. Lc4 Sxd5 6. O-O Le7 7. d4

 

3. ... d5 leitet in die Moderne Verteidigung ein, in dem Schwarz einen Bauer zurückopfert, um den Lc8 zu befreien, und um sich leichter entwickeln zu können. 4. h4 Dieser Bauernzug ist ein ganz typischer Zug im Königsgambit. Wenn Schwarz g4 spielt und den Springer vertreibt, kann die schwarze Dame nicht auf h4 Schach geben, da h4 nun vom Turm gedeckt ist.

 

4. Lc4 leitet in die Hanstein-Variante ein. 4. ... g4 (4. ... Lg7 5. d4 d6 6. O-O Sc6) 5. O-O (5. Se5 Dh4+ 6. Kf1 Sh6) 5. ... gxf3 6. Dxf3 Df6 Dies nennt man das Muzio-Gambit mit unklarer Stellung. Weiß hat einen Springer geopfert, dafür aber schon die Rochade vollbracht, Turm und Dame auf der f-Linie, einen gefährlichen Läufer. Insgesamt hat Weiß einen sehr starken Angriff, aber wenn Schwarz es schafft, sich zu verteidigen, gewinnt er das Spiel. Aber der kleinste Fehler verliert. Es könnte folgendermaßen weitergehen: 7. e5 Dxe5 8. Lxf7+ Kxf7 9. d4 Dxd4+ 10. Le3

 

4. Lc4 Lg7 (4. ... g4 5. Se5 Dh4+ 6. Kf1 Sh6 mit unklarer Stellung) 4. ... g4 5. Se5 Diese Variante nennt man das Allgaier/Kieseritzky Gambit. 5. ... d6 (5. ... Sf6 6. Lc4 d5 7. exd5 Ld6 8. O-O (0-0 leitet in das Rice-Gambit ein. Früher gab es sogar Thementurniere zu dieser Eröffnung. Heute ist es aber komplett von der Turnierpraxis verschwunden, da es inkorrekt ist. Aber als Überraschung im Blitz immer anzuwenden) Lxe5 9. Te1 De7 10. c3 (Bereitet den Zug d4 vor.) 10. ... f3 11. d4 Se4 12. Txe4 Lh2+ 13. Kxh2 Dxe4 (So ist die Hauptfortsetzung. Ich glaube, dass Schwarz klar im Vorteil ist, Schwarz hat eine Qualität mehr, den weißen Königsflügel zerstört und im Moment sieht es eher dannach aus, dass Weiß bald untergehen würde.) 6. Sxg4

 

 

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Quelle: http://wiki-schacharena.de/index.php/K%C3%B6nigsgambit